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Mein Weg zur Papeterie Designerin

Aktualisiert: 2. Apr.

Hey ihr Lieben!

Heute möchte ich euch meine Geschichte erzählen - wie ich zum Papeterie-Design kam und wie alles begann.


Vanessa Schumacher, Designerin von Hochzeitspapeterie bei Butterfly Designs
Foto: Anna Kuhn

Schon während meines Gesundheitsmanagement-Studiums (was für ein langes Wort) war es mein Traum, eines Tages selbstständig und unabhängig zu sein. Ich wollte etwas schaffen, das nicht nur mir Freude bereitet, sondern auch anderen Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Doch lange Zeit wusste ich nicht, in welche Richtung ich gehen sollte.


Nach dem Studium folgte eine Festanstellung bei einer renommierten Versicherung. Ein echt gut bezahlter und sicherer Job. Es wurde mir irgendwann aber ehrlich gesagt zu langweilig. Und dann waren da noch die 9 to 5 Arbeitszeiten, wenig Homeoffice (zumindest bis Corona kam), nervige Kollegen, diese Abhängigkeit von Urlaubsplänen, wenn man mal spontan verreisen wollte...



Dann kam 2019 meine eigene Hochzeit. Ich erinnere mich noch genau an das Gefühl der Vorfreude und Aufregung, als wir jedes Detail unserer Hochzeit geplant haben. Von der Location bis zur Dekoration - alles sollte schön stimmig sein. Aber es war die Papeterie, die mein Herz im Sturm eroberte. Die Einladungskarten, die Tischkarten, das Willkommensschild - all diese kleinen Details haben unsere Hochzeit zu etwas Besonderem gemacht. Und plötzlich wusste ich: Das ist es! Das ist meine Leidenschaft! (Funfact: Bereits als Kind hab' ich unglaublich viel gebastelt und gemalt, aber warum ist mir das nie in den Sinn gekommen?)


Noch während unserer Hochzeitsplanung begann ich, mich intensiv mit dem Thema Hochzeitspapeterie zu beschäftigen. Ich recherchierte, experimentierte mit verschiedenen Designs und Materialien und sammelte Inspirationen. Und dann wagte ich den Schritt in die Selbstständigkeit, erstmal aber nur als Nebengewerbe. Schon nach kurzer Zeit bekam ich die ersten Aufträge dank Instagram. Es lief richtig gut. Es folgte auch schon bald ein eigener Onlineshop, wo es personalisierbare Platzkarten, Tischnummern etc. zu kaufen gab.


Doch dann kam nach etwa 1,5 Jahren der Punkt, an dem alles zu viel wurde. Mein Herzensprojekt ist "zu groß" geworden. Ich saß monatelang bis abends 23 Uhr an Aufträgen und Bestellungen. Ich musste mich also entscheiden, wie ich weitermachen möchte. Eine Teilzeit-Stelle war für meinen Arbeitgeber keine Option, daher gab es nur die Möglichkeit zu kündigen oder mit meiner Leidenschaft aufzuhören. Letzteres war für mich aber keine Option. Man hört ja auf die gut gemeinten Ratschläge der Erwachsenen "Eine Selbstständigkeit in dem Bereich ist viel zu riskant, mach das auf keinen Fall!" Also vergingen nochmal Wochen in denen ich mir den Kopf zerbrochen hatte. Dann, an einem Donnerstag (ich weiß es noch genau), direkt nach einem unnötigen Meeting, reichte ich meine Kündigung ein. Es war nicht lange geplant. Es hat sich in dem Moment einfach nur richtig angefühlt. "Aber was ist, wenn es in die Hose geht?" Diese Frage habe ich mir nie gestellt, weil ich mir einfach sicher war, dass es klappen würde. Ich wusste genau, was ich tun wollte.


Es war nicht einfach und es gab viele Höhen und Tiefen auf meinem Weg. Jeden Tag beginnt ein neues kleines Abenteuer, aber ich könnte nicht glücklicher sein. Ich möchte euch ermutigen, an euch und eure Träume zu glauben. Manchmal führt uns das Leben auf Umwege, aber am Ende finden wir doch unseren Weg. Denn wer weiß, vielleicht verbirgt sich hinter einer Hochzeitseinladung der Startschuss für euer Herzensprojekt?

Na, hättet ihr die Story so erwartet?

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